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RE Schwelm will Cupgewinn verteidigen

Nach Meisterschaft und Aufstieg wartet auf die Volleyballer von RE Schwelm heute Abend noch ein letzter Saisonhöhepunkt: Das Bezirkspokalfinale. Um 20 Uhr stellt sich in der Halle West der Regionalligist TV Dresselndorf dem Oberliga-Meisterteam.

Erklärtes Ziel der Schwelmer ist es, den Pokal erneut zu verteidigen. Dreierblock gegen Minden (Bild WR)Das wird gegen den klassenhöheren Gegner keine einfache Aufgabe, verfügt der doch über einige auch Zweitliga erfahrene Kräfte. Allerdings haben - ähnlich wie in Schwelm vor vier Jahren - einige Stammspieler den Verein aus Altersgründen in den letzten Jahren verlassen müssen. So der Ex-Bundesligaspieler Rasmus Weigel und auch Schwelms langjähriger Nationalspieler aus Kamerun, Erik Lah N'Dogmo. Dadurch sind die aus dem südlichsten Zipfel Westfalens anreisenden Gäste im Laufe der letzten Jahre vom Titelanwärter auf die Abstiegsränge gerutscht. In der abgelaufenen Saison belegten sie Platz neun, der zur Relegation gegen die Oberliga-Zweiten Aasee und Essen berechtigt. „Wir wollen ein sehr gutes Spiel zeigen, auch um Eigenwerbung für die nächste Saison zu machen”, erklärt RE-Trainer Gereon Duwe, der alle Spieler zur Verfügung hat, auch Kristian Becker, der wegen Magen-Darm-Problemen in dieser Woche nicht trainieren konnte. Am Rande des Pokalfinales werden auch die Sieger des Oberliga-Tippspiels geehrt, das die Schwelmer im Internet angeboten hatten. Für sie stehen einige Kästen Bier bereit. „Das gibt dem Ganzen ein wenig Event-Charakter”, blickt Duwe voraus. Westfälische Rundschau 26.03.2010

Westdeutsches Bezirkspokalfinale in Schwelm

Wir stellen unsere nächsten Gegner vor: TV DRESSELNDORF (RL)

Der TV Dresselndorf ist ein alter bekannter aus der Regionalliga, mit dem es in den letzten Jahren zu manch heißem Gefecht gekommen ist.

Fakten zum TV:

Bilanz der letzten fünf Jahre:

2009 / 2010 Platz 9.

2008 / 2009 Platz 4.

2007 / 2008 Platz 2.

2006 / 2007 Platz 3.

2005 / 2006 Platz 4.

Dresselndorf ist ein Teil der Gemeinde Burbach und liegt direkt an der Grenze zu Hessen, damit ist dieses Gebiet das südlichste in Westfalen. Ähnlich wie bei uns vor vier Jahren, haben diverse Stammkräfte den Verein aus Altersgründen in den letzten Jahren verlassen müssen, so z.B. Rasmus Weigel (ehemaliger Bundesligaspieler) und auch unser langjähriger Nationalspieler aus Kamerun Erik Lah N’Dogmo. So rutsche der TVD im Laufe der letzten Jahre vom Titelanwärter hin auf die Abstiegsränge. Das Ergebnis in dieser grad erst abgelaufenen Saison ist der 9. Tabellenplatz, der zur Relegation berechtigt und damit zum potenziellen Verbleib in der Regionalliga. Aber trotz alledem verfügt die „Mannschaft des Jahres 2006“ der Gemeinde Burbach über reichlich Potenzial und eine Menge Erfahrung. Neben Stefan Dünnes (Bruder von Nationalspieler Christian Dünnes), der bei Bayer Wuppertal in der Bundesliga gespielt hat, spielt die „Überlebensversicherung“ Leif Otto (Bundesligaspieler beim TV Biedenkopf) der in der Saison reaktiviert wurde. Er hatte vor der Saison die Volleyballschuhe bereits an den Nagel gehängt und hat maßgeblich zum Erreichen des Relegationsplatzes beigetragen. Weitere Spieler spielen seit „Ewigkeiten“ in der Regionalliga und sind in keiner Weise zu unterschätzen, im Gegenteil! In diesem Spiel geht es für Dresselndorf nicht nur alleine um den Titel, sondern sicherlich im Hinblick auf die Relegation sich in erster Linie das nötige Selbstbewusstsein gegen einen Oberligisten zu holen, denn mit dem BW Aasee Münster oder Humann Essen III (2. Oberliga Staffel 1) warten zwei ganz harte Brocken auf die Siegerländer. Wir freuen uns riesig auf das Finale respektive auf das Duell der beiden besten Mannschaften im Bezirk Südwestfalen.

Bezirkspokal - Finale am 26. März 2010 - Anpfiff 20:00 Uhr - Sporthalle West in Schwelm

Generationenwechsel gelungen

Eine tolle Saison, gekrönt mit Meisterschaft und Aufstieg: Für die Volleyballer der TG Rote Erde Schwelm gab es wahrlich gute Gründe zum Feiern. Und genau das taten Spieler, Trainer, Lebenspartner und Offizielle am Freitagabend im voll besetzten Gärkeller der Schwelmer Brauerei. Aufstiegsfeier 1. Manschaft

Zwar fehlten mit Jan Randzio - der Lehrer war mit der Schule auf Klassenfahrt - und Florian Bönner - der wissenschaftliche Mitarbeiter musste eine Testreihe zu Ende bringen - zwei „Meister”, aber alle anderen ließen es sich bei den Getränken des Sponsors und Schinkenschnittchen gut gehen. Christiane Sartor, die erste stellvertretende Bürgermeisterin, überbrachte die Glückwünsche von Rat und Verwaltung und bekannte: „Ich habe zwar kein Spiel gesehen, aber mich immer montags sofort in der Zeitung informiert. Schwelm lebt mit dem Sport und der Sport lebt in Schwelm.” Hanns Grüner, der Vorsitzende des Stadt-Sportverbandes, bedauerte, dass so wenige Zuschauer den Weg in die Halle West zu den Spielen der Volleyballer finden. „Das tut mir weh. Ich selbst habe das Spiel gegen Humann Essen gesehen und war begeistert. Ich verspreche, Sie auch in der neuen Saison zu besuchen”, erklärte Grüner. RE-Abteilungsleiter Hubert Rammel stellte fest, dass nach dem Abstieg vor drei Jahren der Generationenwechsel gelungen sei. „Unser Ziel war es ja, so schnell wie möglich wieder aufzusteigen - das ist jetzt gelungen”, sagte der 70-Jährige und fügt augenzwinkernd an: „Ich hoffe, dass es in der Regionalliga so weitergeht und wir zu Hause ungeschlagen bleiben.” Trainer Gereon Duwe ließ die letzten Spielzeiten noch einmal Revue passieren. „Das waren drei Superjahre, für die ich mich bei der Mannschaft bedanke. Toll finde ich, dass wir fünf Spieler aus der eigenen Jugend und drei aus der unmittelbaren Nachbarschaft im Team haben”, stellte er fest. Köster, Siepmann, Bönner, Gri und Holzbrink bilden das Eigengewächs-Quintett, Hülsmann, Randzio und Hembeck die „Dreierbande” aus der Region. Auch das zum ersten Mal seit Jahren wieder gute Verhältnis zur zweiten Mannschaft lobte Duwe: „Der sportliche Austausch hat prima geklappt”, so Duwe. Gegenseitige Komplimente verteilten Duwe und sein „inoffizieller Co-Trainer” Julian Schallow.

Zum Abschluss allerdings trat Gereon Duwe noch ein wenig auf die Euphoriebremse: „In der Regionalliga warten ganz andere Gegner auf uns, aber wir wollen uns dort etablieren.” Schließlich ließ es sich auch Uli Sack, der legendäre Hausmeister der Halle West nicht nehmen zu gratulieren. Er tat dies mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn: „Ende des Jahres werde ich meinen Dienst quittieren.” Um gleich hoffnungsfroh hinzuzufügen: „Aber vielleicht darf ich die Halle ja noch weiter betreuen.” Westfälische Rundschau 22.03.2010

Meister RE Schwelm meisterlicher zum Saisonabschluss

Das war noch einmal eine Leistung, des Meisters würdig. Bild: Westfälische RundschauMit 3:1 (23:25, 25:20, 25:22, 25:19) gewannen die Volleyballer von RE Schwelm zum Oberligaausklang gegen den TVK Wattenscheid, der dadurch den Gütersloher TV in die Verbandsliga begleiten muss. Der Erfolg der Schwelmer ist aus mehreren Gründen bemerkenswert. Zum einen ging es für sie in dieser Partie eigentlich um nichts mehr. Zum anderen fehlte Kapitän Julian Schallow, der als Trainer der Regionalliga-Damen des RC Sorpesee um den Ligaverbleib kämpfte, am vorletzten Spieltag aber mit 2:3 in Detmold unterlag. Außerdem kämpften die Wattenscheider aufopferungsvoll um ihren Klassenverbleib. So gab es für die gut 60 Zuschauer ein unterhaltsames, vom Kampf geprägtes Spiel. Die Schwelmer hielten mit, wenngleich sie anfangs gegen die gut aufschlagenden und alles gebenden Gäste nicht so recht ins Spiel fanden. Das änderte sich mit dem zweiten Satz. RE-Trainer Gereon Duwe brachte mit Oliver Hülsmann für Nicki Köster und Kristian Becker für Dawid Soukup frischen Wind ins Team. Mit Erfolg! Zudem sorgte der besonders motiviert wirkende Klaus Sonnabend in seinem wohl besten Saisonspiel für wichtige Punkte über die Mitte. Im dritten und vierten Durchgang drehten die Gastgeber dann auf, sorgten mit guten Angaben und einem effektvollen Block immer wieder für Verzweiflung in den Gesichtern der Gäste. Mitte des Satzes kam Köster wieder für Hülsmann ins Spiel und passte sich nahtlos ein. Am Ende fuhren die Kreisstädter die Partie souverän nach Hause und sorgten damit für eine weiße Heimspielweste in dieser Saison. Nicht nur das: mit nur zwei Niederlagen stellten die Schwelmer auch das erfolgreichste Team beider Oberligen. Westfälische Rundschau 08.03.2010